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29.05.2020

Unterstützung für körperliche und seelische Gesundheit

Der Rotary Club Nürnberg-Connect spendet den Altenhilfeeinrichtungen der Rummelsberger Diakonie 10.000 Masken – und organisiert ein Hofkonzert für die Bewohnerinnen und Bewohner im Stephanushaus.

Rummelsberg – Temperaturmessung, Hinterlegen der persönlichen Daten und Händedesinfektion – Diakon Werner Schmidt, Leiter des Altenhilfeverbunds Rummelsberg, begrüßt die Mitglieder des Rotary Club Nürnberg-Connect zu einer Spendenübergabe in besonderen Zeiten. Der Rotary Club Nürnberg-Connect hatte 10.000 Masken an Altenhilfeeinrichtungen, sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe der Rummelsberger Diakonie in und um Nürnberg gespendet.

„Wir wollten unbedingt jenen etwas Gutes tun, die es verdient haben. Altenhilfeeinrichtungen sind im Moment ein absolut schützenswerter Raum“, erklärt Stefan Bermüller vom Rotary Club Nürnberg-Connect. Sabine Thiel, die derzeitige Präsidentin, sagt: „Normalerweise helfen wir viel, indem wir mit anpacken, zum Beispiel einen Spielplatz renovieren oder beim Streichen helfen oder durch eine große Aufräumaktion gegen Plastikmüll im Nürnberger Stadtgebiet. Hilfe im direkten Kontakt: Das geht im Moment einfach nicht, darum haben wir nach einer Alternative gesucht. Und da lag diese Idee nahe.“

Diakon Werner Schmidt freut sich über diese großzügige Geste und nimmt stellvertretend die 10.000 Masken entgegen. „Wir wissen in der Altenhilfe gut mit viralen Erkrankungen umzugehen. Aber die Heftigkeit, mit der dieses Virus zugeschlagen hat, ist einfach extrem. Wenn es in die Einrichtung kommt, dann wird es gefährlich.“ Hygienekonzepte würden jetzt ganz neu gedacht und rückten viel mehr ins Bewusstsein, sagt der Diakon.

„Pflegekräfte“, so Bermüller, „müssen unbedingt nachhaltig positiv ins Bewusstsein rücken, auch nach Corona.“ Ob sich Werner Schmidt eine höhere Bezahlung für die Pflegekräfte wünsche? „Eine bessere Bezahlung ist gut, noch viel wichtiger ist aber ein höherer Personalschlüssel, damit die Mitarbeitenden nicht ausbrennen“, betont Werner Schmidt. „Das sind alles keine neuen Probleme, ich bin jetzt seit 30 Jahren in der Altenhilfe tätig und so lange beschäftigen uns schon diese gleichen Themen.“

Dass außer der Hygiene auch das seelische Wohlbefinden der Bewohnerinnen und Bewohner eine große Rolle spielt, war den Mitgliedern des Rotary Club Nürnberg-Connect im Vorfeld klar. „Deshalb habe ich mich sehr über den glücklichen Zufall gefreut, dass zwei Musikerinnen der Staatsphilharmonie Nürnberg angeboten haben, für die Bewohnerinnen und Bewohner ein kleines Konzert zu geben.“ Die Menschen innerlich berühren sei im Moment genauso wichtig, wie sichere Hygienevorschriften. „So eine Spendenübergabe hatten wir wahrscheinlich noch nie“, sagt Reiner Schübel, Vorstandsvorsitzender der Rummelsberger Diakonie. „Wir sind den Mitgliedern des Rotary Club sehr dankbar dafür, dass sie innegehalten haben und gefragt haben: ‚Wo ist denn dringender Bedarf?‘“

Für die Musikerinnen Sornitza Rieß und Alice Morzenti ist der ehrenamtliche Auftritt auch eine große Freude. Seit Beginn der Corona-Krise konnten sie nicht mehr gemeinsam spielen. „Wir freuen uns, den Seniorinnen und Senioren etwas von unserer Musik mitzubringen und wieder einmal vor Publikum zu spielen“, beschreibt Rieß ihre Motivation.

Dass der Auftritt das gewünschte Ziel erreicht hat, wird bereits nach wenigen Minuten klar: Gebannt lauschen die Seniorinnen und Senioren mit reichlich Abstand von den Balkonen aus dem Hofkonzert, nachdem es schon für das Stimmen und Einspielen der beiden Musikerinnen Applaus gegeben hatte.


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