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29.12.2017

85 Operationen an nur zehn Tagen

Team der Aktion Feuerkinder setzt sich für Menschen in Tansania ein

Nürnberg – 85 Operationen an nur zehn Tagen – das ist die Bilanz des dritten Einsatzes der Aktion Feuerkinder in Tansania. Ärztin Dr. Annemarie Schraml, ehemals Chefärztin an der Cnopf'schen Kinderklinik in Nürnberg, war mit Kolleginnen und Kollegen wieder in das ostafrikanische Land gereist, um Kinder mit schweren Fehlstellungen der Beine zu operieren. Unterstützt wurde sie durch den in Fulda tätigen Kinderorthopäden Dr. Gerd Hohenberger, den Nürnberger Anästhesisten Dr. Klaus Schwendner, die beiden Münchner OP-Schwestern Melanie Alt und Conny Gerrer, den Rummelsberger Orthopädietechnikermeister Peter Raab und die an der Uniklinik Jena tätige Neuropädiaterin Dr. Mirjam Triebel. Schon seit dem Jahr 2000, dem Beginn des Feuerkinder-Projektes, ist die Krankenschwester und Hebamme Grace Ayoo-Küffner eine wesentliche Unterstützung. „Sehr erfreulich war, wie engagiert die einheimischen Schwestern und Pfleger mitarbeiteten“, so Schraml.

Bei diesem Einsatz wurden die Helferinnen und Helfer von einem Fernsehteam begleitet. So entstand ein Beitrag, der anlässlich der ZDF-Spendengala „Ein Herz für Kinder“ Anfang Dezember ausgestrahlt wurde. Gemeinsam mit den Kameraleuten besuchte Schraml auch Kinder in deren Zuhause. Die Bilanz der Medizinerin ist ernüchternd: „Es war äußerst deprimierend, wie groß zum Teil die Armut ist und wie rasch in Tansania die Schere zwischen Arm und Reich auseinandergeht. So lebt zum Beispiel die achtköpfige Familie der kleinen Shaksia auf 16 Quadratmetern.“ Die ebenfalls achtköpfige Familie von Upendo und Daima, zwei junge Frauen, die Schraml bereits vor sechs Jahren operiert hatte, lebt sogar auf nur 14 Quadratmetern in einer Lehmhütte.

Perspektive nach der Operation

Upendo macht im Usa River Rehabilitation Centre eine Ausbildung zur Schneiderin, Daima arbeitet in einem Hotel. Beide Mädchen können nun mit Unterstützung des Feuerkinder-Teams ihre äußerst armen Eltern und die jüngeren Geschwister unterstützen. Die Helferinnen und Helfer der Aktion Feuerkinder kauften Trinkwasser und Grundnahrungsmittel, berichtet Medizinerin Schraml. Geplant sei außerdem, ein neues Haus für die Familie in einer anderen Gegend zu errichten, die weniger von extremer Trockenheit gezeichnet ist. „Am Beispiel von Upendo und Daima wird das Ziel der Arbeit des Feuerkinder-Projektes deutlich: Dass behinderte Kinder ihre Beine und Arme benutzen, gehen, in die Schule gehen, einen Beruf erlernen oder studieren, um so aus der Spirale der Armut gelangen zu können“, fasst die Ärztin zusammen.

In Gesprächen mit dem neuen Bischof der Meru-Diözese und den Verantwortlichen des Usa River Rehabilitation Centres hat Schraml die Gründung eines Fonds zur Unterstützung von sehr armen Patienten, die die medizinische Behandlung nicht bezahlen können, in die Wege geleitet. Außerdem schaffte sie es, dass die Dorfarbeit wieder intensiviert wird. Für beide Zwecke wurden je 5000 Euro zur Verfügung gestellt. „Aus dem Fond werden unter anderem Grundnahrungsmittel für arme Familien oder Schulgeld für behandelte Kinder bezahlt“, erklärt Schraml. Angesichts der extremen Armut in Tansania bittet sie weiterhin um Spenden:

Spendenkonto:

Kontoinhaber:             Stiftung Hilfen für Tansania
Bankverbindung:        Evangelische Bank eG
IBAN:                          DE09 5206 0410 0003 5099 82
Stichwort:                   Spende Aktion Feuerkinder


Von: Andrea Wismath

Sie tun alles für die kleinen Patientinnen und Patienten (v. li.): Dr. Annemarie Schraml, Anästhesist Dr. Klaus Schwendner und Kinderorthopäde Dr. Gerd Hohenberger. Foto: Aktion Feuerkinder