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31.03.2020

Unbürokratische finanzielle Hilfe

Hilfsfonds „Von Mensch zu Mensch“ unterstützt junge wie alte Menschen, Klientinnen und Klienten der Rummelsberger Diakonie

Rummelsberg – Schon seit vielen Jahren unterstützt der Hilfsfonds „Von Mensch zu Mensch“ Menschen jeden Lebensalters, Klientinnen und Klienten der Rummelsberger Diakonie, die unverschuldet in Not geraten. Rund 1.400 Anträge sind seit dem Start des Hilfsangebots bereits eingegangen. „Zwischen 50 Euro für ein neues Handy und 10.000 Euro für eine notwendige Operation ist alles dabei“, fasst Klara Heinrich zusammen, die in Rummelsberg in der Spendenverwaltung arbeitet. Die 62-Jährige hatte die Einrichtung des Hilfsfonds, der früher Notpool hieß, vor vielen Jahren initiiert. Einen Antrag an den Hilfsfonds können Mitarbeitende für Klientinnen und Klienten der Rummelsberger Diakonie stellen – egal, ob stationär oder ambulant, ob Kind, Familie oder Senior.

Die Anliegen, die vom Hilfsfonds mit unterstützt werden, können schon in vergleichsweise normalen Zeiten an die Nieren gehen, so Klara Heinrich. „Vor kurzem erst hat eine Frau mit drei Kindern eine Unterstützung beantragt, deren Mann lange arbeitslos war. Als er eine Arbeit gefunden hatte, passierte ihm ein Unfall und er fiel wieder über viele Monate aus. Aber die Frau war voller Energie, wollte ihre Kinder unbedingt unterstützen. Und wir konnten sie ein bisschen unterstützen.“

Durch die Corona-Krise erwarten die Mitarbeitenden der Rummelsberger Diakonie eine größere Zahl von Menschen, die auf Hilfe durch den Hilfsfonds angewiesen sein werden. „Einigen könnte Kurzarbeit drohen oder auch Arbeitslosigkeit“, fürchtet Mathias Kippenberg, der bei der Rummelsberger Diakonie unter anderem für die Bewilligung der Hilfsfonds-Anträge zuständig ist. „Es kann sein, dass man die Auswirkungen erst in ein paar Wochen merkt. Auf jeden Fall ist es wichtig, den Hilfsfonds jetzt schon durch Spenden aufzustocken.“ Nicht jeder kann Geld durch den Hilfsfonds bekommen. „Die Vergabekriterien sind klar geregelt. Aber in den allermeisten Notsituationen finden wir eine Lösung“, so Kippenberg.

Die meisten Anträge an den Hilfsfonds kommen aus dem Bereich der Ambulanten Erzieherischen Dienste (AED), die Jugendliche, Familien und speziell Alleinerziehende ambulant sozialpädagogisch betreuen. Karin Raudszus, Leiterin der AED in Nürnberg, hat bereits die erste Familie betreut, die die Auswirkungen von Corona spüren. „Ein junger Vater kann seiner Arbeit als selbstständiger Friseur im Moment nicht nachgehen“, schildert sie. „Da die Fördergelder von Bund und Land nicht  gleich fließen, fehlt es in der Familie an allem.“ Einem weiteren jungen Vater, der alleinerziehend ist, sei der Strom abgestellt worden, so Raudszus. Um einen Zahlungsaufschub könne er nicht bitten, beim Stromanbieter sei niemand erreichbar – da könne nur eine schnelle Überweisung des offenen Betrags Abhilfe leisten. „Ich bin sehr froh, dass wir durch den Hilfsfonds unbürokratisch und schnell helfen können.“

Bei den AED in Roth sind die direkten Auswirkungen der Corona-Krise noch nicht zu spüren. „Aber schnelle Hilfe zu leisten, das ist ja unser Tagesgeschäft“, sagt Manuela Ostermeier, Leiterin der AED in Roth. „Viele unserer Klientinnen und Klienten beziehen Hartz IV. Ihnen fehlt es ja schon im Alltag am Nötigsten, durch die Corona-Krise wird das nur schlimmer.“ Auf den Hilfsfonds greifen die AED wirklich nur dann zu, wenn es sonst keine andere Lösung gebe, so Ostermeier. „Eine gute Prüfung der möglichen Unterstützungsangebote abhängig von der Lebensrealität der betroffenen Familie ist erst einmal wichtig“, erklärt sie ihr Vorgehen. „Und wenn gar nichts anderes funktioniert und die gewünschte Anschaffung oder kurzfristige finanzielle Hilfe wirklich notwendig ist, dann wenden wir uns an den Hilfsfonds.“

Brigitte Zapf, die bei den AED in Altdorf arbeitet, handhabt das genauso. Die Folgen der Corona-Krise merke sie allerdings bereits jetzt. „Viele Vorgänge dauern im Moment schon viel länger. Das ist ja auch logisch: Die Post hat sehr viel zu tun, im Jobcenter arbeiten viel weniger Menschen direkt vor Ort und die Netzzugänge von zu Hause aus sind auch hoffnungslos überlastet.“ Die Notlagen ihrer Klientinnen und Klienten sind die gleichen, wie vor der Krise: Es fehlt an Geld für das Nötigste – Strom, Mietkosten, Krankenkassenbeiträge. „Und wenn dann die Sachgelder aus strukturellen Gründen nicht fließen, dann geht es einigen an die Existenz“, betont Zapf. Über die Möglichkeit, über den Hilfsfonds Unterstützung zu bekommen oder ein Darlehen zu beantragen, ist sie sehr froh. „Viele wollen das Geld gar nicht geschenkt haben. Sie stottern den Betrag dann in monatlichen Raten wieder ab.“

In Zeiten wie diesen, wenn Kurzarbeit oder gar Arbeitslosigkeit für viele zum Alltag wird, ist diese schnelle Hilfe noch wichtiger. Wir bieten eine direkte, unbürokratische und überkonfessionelle Hilfe für Menschen in konkreten Notlagen an. Rund 70.000 Euro werden in einem durchschnittlichen Jahr durch den Hilfsfonds „Von Mensch zu Mensch“ ausgegeben. In den kommenden Wochen erwarten wir durch die Corona-Krise einen Anstieg an außergewöhnlichen Notfällen. Sie können Menschen jeden Alters, aber auch Familien und Alleinerziehende mit einer Spende unterstützen: Bitte helfen Sie mit, damit wir helfen können. Schon jetzt vielen Dank, auch im Namen derer, denen wir dank Ihnen helfen können.

Spendenkonto:

Rummelsberger Diakonie e.V.
Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG
BIC: GENODEF1FEC
IBAN: DE89 7606 9440 0001 1855 00

Onlinespenden: https://www.rummelsberger-diakonie.de/spenden-und-helfen/online-spenden/hilfsfonds-von-mensch-zu-mensch/?neuer-spendenanlass-3221/spende


Von: Diakonin Arnica Mühlendyck
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